Die ehemalige Lehngerichtsschänke

Alte Hausnummer: 2C
T-Nr.: G43

Die ehemalige Lehngerichtsschänke

Alte Hausnummer: 2C
T-Nr.: G43

Hier an dieser Stelle stand bis um 1880 die Schänke des ehemaligen Lehngerichts. Da bereits 1544 dem Lehnrichter zu Grünhainichen im kursächsischen Amtserbbuch erlaubt wird, Bier zu brauen und auszuschenken, ist davon auszugehen, dass die Lehngerichtsschänke vor fast 500 Jahren erbaut wurde. In der Brauerei, die sich keine 100 m von hier bergab Richtung Flöhatal befand, wurde das Bier gebraut und kam dann hier zum Ausschank. Die Lehngerichtsschänke als Teil des Lehngerichts ist eines der ältesten bebauten Grundstücke von Grünhainichen und hat vermutlich von der Ersterwähnung bis zum Bau des heutigen Hauses über 300 Jahre hier gestanden.

Nach Einführung der Landgemeindeordnung in Sachsen 1838 /39 verloren die Lehngerichte ihre Bedeutung als Gerichtsbarkeit, aber das Schank- und Tanzprivileg blieb erhalten. Zu dieser Zeit wurde die Lehngerichtsschänke aus dem großen Areal des Lehngerichts herausgelöst.

Um 1860 übernahm Johann Friedrich Lange gemeinsam mit seiner Frau Frederike Concordie das Grundstück und baute darauf das „Hotel zur Post“ als neues Gasthofgebäude. Die alte Lehngerichtsschänke blieb noch ca. 20 Jahre als Nebengebäude des „Hotels zur Post“ bestehen und wurde als Wohngebäude und Werkstatt für die landwirtschaftlichen Geräte und Fuhrwerke des Gasthofes genutzt. Ob die alte Lehngerichtsschänke abgerissen wurde, oder ob sie von einem Brand heimgesucht wurde, ist uns leider nicht bekannt.

1886 wurde anstelle der alten Lehngerichtsschänke das heutige Gebäude als Fuhrpark erbaut, damals sehr modern, mit Wagenremise und Kutscherstube zum Hol- und Bringdienst der Hotelgäste zum Bahnhof Grünhainichen. Die Fam. Lange hatte damit ihrem Hotel eine neue Attraktion verschafft, was dem Hotelgeschäft sehr zugutekam.

Nach dem Ende des Hotelbetriebs nach dem 1. Weltkrieg und der Nutzungsänderung in kombinierte Wohn- und Gewerbezwecke wurde die sogenannte Scheune immer mit einbezogen und als Lager- bzw. Maschinenraum und Werkstatt genutzt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde dieses Haus wiederum aus dem Grundstück des „Hotels zur Post“ herausgelöst und 1998 von Schmiedemeister Peter Struck erworben. Er betrieb hier eine CNC-Dreherei. Sein Sohn Jens übernahm die CNC-Dreherei vorerst, entschied sich aber, sein Hobby zum Beruf zu machen und betreibt seit 2014 bis heute erfolgreich einen Antikhandel hier am Standort.

Das vor uns stehende Gebäude ist im Großen und Ganzen so erhalten geblieben, wie es 1886 erbaut wurde.

Hier an dieser Stelle stand bis um 1880 die Schänke des ehemaligen Lehngerichts. Da bereits 1544 dem Lehnrichter zu Grünhainichen im kursächsischen Amtserbbuch erlaubt wird, Bier zu brauen und auszuschenken, ist davon auszugehen, dass die Lehngerichtsschänke vor fast 500 Jahren erbaut wurde. In der Brauerei, die sich keine 100 m von hier bergab Richtung Flöhatal befand, wurde das Bier gebraut und kam dann hier zum Ausschank. Die Lehngerichtsschänke als Teil des Lehngerichts ist eines der ältesten bebauten Grundstücke von Grünhainichen und hat vermutlich von der Ersterwähnung bis zum Bau des heutigen Hauses über 300 Jahre hier gestanden.

Nach Einführung der Landgemeindeordnung in Sachsen 1838 /39 verloren die Lehngerichte ihre Bedeutung als Gerichtsbarkeit, aber das Schank- und Tanzprivileg blieb erhalten. Zu dieser Zeit wurde die Lehngerichtsschänke aus dem großen Areal des Lehngerichts herausgelöst.

Um 1860 übernahm Johann Friedrich Lange gemeinsam mit seiner Frau Frederike Concordie das Grundstück und baute darauf das „Hotel zur Post“ als neues Gasthofgebäude. Die alte Lehngerichtsschänke blieb noch ca. 20 Jahre als Nebengebäude des „Hotels zur Post“ bestehen und wurde als Wohngebäude und Werkstatt für die landwirtschaftlichen Geräte und Fuhrwerke des Gasthofes genutzt. Ob die alte Lehngerichtsschänke abgerissen wurde, oder ob sie von einem Brand heimgesucht wurde, ist uns leider nicht bekannt.

1886 wurde anstelle der alten Lehngerichtsschänke das heutige Gebäude als Fuhrpark erbaut, damals sehr modern, mit Wagenremise und Kutscherstube zum Hol- und Bringdienst der Hotelgäste zum Bahnhof Grünhainichen. Die Fam. Lange hatte damit ihrem Hotel eine neue Attraktion verschafft, was dem Hotelgeschäft sehr zugutekam.

Nach dem Ende des Hotelbetriebs nach dem 1. Weltkrieg und der Nutzungsänderung in kombinierte Wohn- und Gewerbezwecke wurde die sogenannte Scheune immer mit einbezogen und als Lager- bzw. Maschinenraum und Werkstatt genutzt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde dieses Haus wiederum aus dem Grundstück des „Hotels zur Post“ herausgelöst und 1998 von Schmiedemeister Peter Struck erworben. Er betrieb hier eine CNC-Dreherei. Sein Sohn Jens übernahm die CNC-Dreherei vorerst, entschied sich aber, sein Hobby zum Beruf zu machen und betreibt seit 2014 bis heute erfolgreich einen Antikhandel hier am Standort.

Das vor uns stehende Gebäude ist im Großen und Ganzen so erhalten geblieben, wie es 1886 erbaut wurde.

Verknüpfte Wanderungen:

Grünhainichener Heimatverein e.V.; Text: Olaf Wolfeil; Bilder: Jens Struck / Grünhainichener Heimatverein e.V.