Papierfabriken Grünhainichen

Alte Hausnummer:
T-Nr.: B129

Papierfabriken Grünhainichen

Alte Hausnummer:
T-Nr.: B129

Das Gelände des späteren Standortes der Papierfabrik lag an der „alten Kohlenstraße“, die über Wurzelbach, Eppendorf bis Muldenhütten führte. In der Zeit der Flößerund Köhlerei in Borstendorf erwähnte man zahlreiche Mahl- und Brettmühlen, so auch eine niedere Brettmühle, in der Nähe der Flöha und der Gegend des späteren „Haasens Grundstücks“. 1880 war die Zeit der im Aufblühen begriffenen Holzstoffindustrie. Friedrich Otto Siegel kaufte von Friedrich Kluge die unterhalb des Bahnhofs Grünhainichen gelegene sogenannte „Langwiese“ und hatte das Ziel, unter Nutzung der Wasserkraft, eine neue Holzschleiferei zu bauen und zu betreiben. Als erfahrenen technischen Partner fand er Carl Friedrich Haase und so wurde am 1. August 1881 die gemeinsame Firma „Siegel und Haase“ gegründet. Eine erste neue Holzschleiferei entstand auf dem rechten Flöha-Ufer, im sogenannten Mühlholz. Dazu kauften sie sich Wasserrecht vom Staat, um zwei Gefälle nutzbar zu machen. In der 1881 entstandenen „Marbacher Schleiferei“ befand sich neben der Wohnung von Haase auch eine Turbine, die in den Jahren 1882 und 1884 erweitert wurde. Zur Vergrößerung des Standortes kaufte man am 6. August 1888 als weiteres Grundstück die Schneidemühle und das Wohnhaus von Moritz Öhme dazu. In den Jahren 1888 und 1889 erwarben Siegel und Haase weitere Grundstücke, um sich auch unterhalb der „Priemsmühle“ die Gefälle zu sichern. Die Schleifereikapazitäten erweiterten sich ständig, die Werke produzierten nun Holzstoff in größeren Mengen. Da sich der Handel mit Zellstoff jedoch nicht mehr rentierte, lag es nahe, den Holzstoff selbst zu verarbeiten. So wurde im Juli 1889 mit dem Aufbau der ersten Papiermaschine begonnen. Im April 1890 nahm die 1,35 m breite Papiermaschine der Firma F. K. Strobel die Produktion auf. 1896 verstarb Otto Siegel und Carl Haase wurde Alleinbesitzer.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

weitere Materialien zu den Papierfabriken Grünhainichen:

Erweiterung der Schleifereikapazitäten:

Wasserschleiferei Borstendorf​​​​​ 1882

Wasserschleiferei Priemsmühle​​​​​ Januar 1887

Wasserschleiferei Langwiese​​​​​ – 27. Dezember​​ 1890

Wasserschleiferei Höllmühe​​​​​ – 5. November​​ 1890

Dampfschleiferei Grünhainichen (I)​​​​ – 10. März 1902

Dampfschleiferei Borstendorf​​​​​ 1908​​​

Wasserschleiferei Rauenstein – 23. Januar ​​​​​1918

Wasserschleiferei Schloßmühle​​​​​ 1926​​​​

Dampfschleiferei Grünhainichen (II)​​​​ 1929

Wasserschleiferei Pockauthal​​​​​ – 19. März 1951

linksseitig angekaufte Gebäude mit Wasserkraft (1888, 1889)

Bau der Holzschleiferei 1890

Holzschleiferei und Papierfabrik 1890

Erinnerung an die Belegschaft der Papierfabrik Siegel & Haase vom 8. Juni 1900

Siegel & Haase in Grünhainichen, Papier- und Holzstofffabriken und Schneidemühle - Fundus Gerd Fahsel

Marbacher Schleiferei

Brückenbau:

Wohnhaus Moritz Oehme

Schneidemühle Moritz Oehme

Brand des Wohnhauses Oehme am 19. März 1918

Carl Friedrich Haase

Blick auf Borstendorf

Arbeiter der Papierfabrik

Arbeiter der Papierfabrik

Im Fabrikhof der Fa. Siegel & Haase, vermutlich Mitte der 30er Jahre-
Anlass unbekannt.
Der in Marbach wohnende Parteisekretär der Papierfabriken Grünhainichen Helmut Haase (2.v.l.) zum Schul-und Heimatfest 1963 
mit dem Spielmannszug  Marbach-Schellenberg

Blick von der Langwiese

Papierfabrik Borstendorfer Seite

alte Postkarte Papierfabrik mit Gärtnerei und Teich

Papierfabrik - Bahnhof

Luftbild 1

Papierfabrik Flussseite

Luftbild 2

Film über die Feld und Lorenbahn der Papierfabrik Grünhainichen:

https://youtu.be/UgIAL4-M800

Auch im Bereich, ca hinter dem heutigen Fabrikweg 2, fanden sich Beete der betriebseigenen Gärtnerei
Im Vordergrund die Beete der betriebseigenen Gärtnerei
Vieles wurde angebaut

 

Das Fabrikgelände, der Teich und darüber der Obsthain und davor die Betriebsgärtnerei. Der Anbau wurde für Haases Privatbedarf sowie für die Betriebskantine genutzt. Die Arbeiter konnten da auch preiswert Gemüse kaufen
Das Hochwasser Juli 1958 verursachte auch große Schäden im Hof der Papierfabriken
Das Hochwasser Juli 1958 verursachte auch große Schäden im Hof der Papierfabriken
Das Hochwasser Juli 1958 verursachte auch große Schäden im Hof der Papierfabriken
Das Hochwasser Juli 1958 verursachte auch große Schäden im Hof der Papierfabriken

 

Das Gelände des späteren Standortes der Papierfabrik lag an der „alten Kohlenstraße“, die über Wurzelbach, Eppendorf bis Muldenhütten führte. In der Zeit der Flößerund Köhlerei in Borstendorf erwähnte man zahlreiche Mahl- und Brettmühlen, so auch eine niedere Brettmühle, in der Nähe der Flöha und der Gegend des späteren „Haasens Grundstücks“. 1880 war die Zeit der im Aufblühen begriffenen Holzstoffindustrie. Friedrich Otto Siegel kaufte von Friedrich Kluge die unterhalb des Bahnhofs Grünhainichen gelegene sogenannte „Langwiese“ und hatte das Ziel, unter Nutzung der Wasserkraft, eine neue Holzschleiferei zu bauen und zu betreiben. Als erfahrenen technischen Partner fand er Carl Friedrich Haase und so wurde am 1. August 1881 die gemeinsame Firma „Siegel und Haase“ gegründet. Eine erste neue Holzschleiferei entstand auf dem rechten Flöha-Ufer, im sogenannten Mühlholz. Dazu kauften sie sich Wasserrecht vom Staat, um zwei Gefälle nutzbar zu machen. In der 1881 entstandenen „Marbacher Schleiferei“ befand sich neben der Wohnung von Haase auch eine Turbine, die in den Jahren 1882 und 1884 erweitert wurde. Zur Vergrößerung des Standortes kaufte man am 6. August 1888 als weiteres Grundstück die Schneidemühle und das Wohnhaus von Moritz Öhme dazu. In den Jahren 1888 und 1889 erwarben Siegel und Haase weitere Grundstücke, um sich auch unterhalb der „Priemsmühle“ die Gefälle zu sichern. Die Schleifereikapazitäten erweiterten sich ständig, die Werke produzierten nun Holzstoff in größeren Mengen. Da sich der Handel mit Zellstoff jedoch nicht mehr rentierte, lag es nahe, den Holzstoff selbst zu verarbeiten. So wurde im Juli 1889 mit dem Aufbau der ersten Papiermaschine begonnen. Im April 1890 nahm die 1,35 m breite Papiermaschine der Firma F. K. Strobel die Produktion auf. 1896 verstarb Otto Siegel und Carl Haase wurde Alleinbesitzer.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

weitere Materialien zu den Papierfabriken Grünhainichen:

Erweiterung der Schleifereikapazitäten:

Wasserschleiferei Borstendorf​​​​​ 1882

Wasserschleiferei Priemsmühle​​​​​ Januar 1887

Wasserschleiferei Langwiese​​​​​ – 27. Dezember​​ 1890

Wasserschleiferei Höllmühe​​​​​ – 5. November​​ 1890

Dampfschleiferei Grünhainichen (I)​​​​ – 10. März 1902

Dampfschleiferei Borstendorf​​​​​ 1908​​​

Wasserschleiferei Rauenstein – 23. Januar ​​​​​1918

Wasserschleiferei Schloßmühle​​​​​ 1926​​​​

Dampfschleiferei Grünhainichen (II)​​​​ 1929

Wasserschleiferei Pockauthal​​​​​ – 19. März 1951

linksseitig angekaufte Gebäude mit Wasserkraft (1888, 1889)

Bau der Holzschleiferei 1890

Holzschleiferei und Papierfabrik 1890

Erinnerung an die Belegschaft der Papierfabrik Siegel & Haase vom 8. Juni 1900

Siegel & Haase in Grünhainichen, Papier- und Holzstofffabriken und Schneidemühle - Fundus Gerd Fahsel

Marbacher Schleiferei

Brückenbau:

Wohnhaus Moritz Oehme

Schneidemühle Moritz Oehme

Brand des Wohnhauses Oehme am 19. März 1918

Carl Friedrich Haase

Blick auf Borstendorf

Arbeiter der Papierfabrik

Arbeiter der Papierfabrik

Im Fabrikhof der Fa. Siegel & Haase, vermutlich Mitte der 30er Jahre-
Anlass unbekannt.
Der in Marbach wohnende Parteisekretär der Papierfabriken Grünhainichen Helmut Haase (2.v.l.) zum Schul-und Heimatfest 1963 
mit dem Spielmannszug  Marbach-Schellenberg

Blick von der Langwiese

Papierfabrik Borstendorfer Seite

alte Postkarte Papierfabrik mit Gärtnerei und Teich

Papierfabrik - Bahnhof

Luftbild 1

Papierfabrik Flussseite

Luftbild 2

Film über die Feld und Lorenbahn der Papierfabrik Grünhainichen:

https://youtu.be/UgIAL4-M800

Auch im Bereich, ca hinter dem heutigen Fabrikweg 2, fanden sich Beete der betriebseigenen Gärtnerei
Im Vordergrund die Beete der betriebseigenen Gärtnerei
Vieles wurde angebaut

 

Das Fabrikgelände, der Teich und darüber der Obsthain und davor die Betriebsgärtnerei. Der Anbau wurde für Haases Privatbedarf sowie für die Betriebskantine genutzt. Die Arbeiter konnten da auch preiswert Gemüse kaufen
Das Hochwasser Juli 1958 verursachte auch große Schäden im Hof der Papierfabriken
Das Hochwasser Juli 1958 verursachte auch große Schäden im Hof der Papierfabriken
Das Hochwasser Juli 1958 verursachte auch große Schäden im Hof der Papierfabriken
Das Hochwasser Juli 1958 verursachte auch große Schäden im Hof der Papierfabriken

 

November 2022, Grünhainichener Heimatverein e.V., Textarchiv: Bernd Köhler ✝, Bildbearbeitung: Dietmar Ender