Kolonialwarenhandlung Gustav Säurig

Alte Hausnummer: 103
T-Nr.: B26

Kolonialwarenhandlung Gustav Säurig

Alte Hausnummer: 103
T-Nr.: B26

Die erste urkundliche Erwähnung war 1855 im Brandversicherungskataster. Darin wird der Hausbesitzer und Holzarbeiter Traugott Friedrich Pötzschmann als Besitzer des Wohngebäudes mit unterbautem Keller und Vergrößerung erwähnt. Das Grundstück hier am Platz, dem sogenannten „Dampel“, gehörte ursprünglich mit zum Anwesen von Familie Ernst Auerbach, dem Besitzer der Gaststätte „Zum Fleescherkarl“. Laut Grundbuch erwarb 1891 Christiane Wilhelmine Kluge, geb. Fröhlich das Gebäude. Am 14.08.1897 brannte das „Pötzschmann Wohnhaus“ nieder.
Emil Gustav Säurig kaufte laut Grundbuch am 4. November desselben Jahres das Anwesen und lies nun ein 3-stöckiges Gebäude errichten. Der Zimmermann Ernst Friedrich Mai bekam den Auftrag. Er wohnte auf der August- Bebel-Straße 51 und sein Nachfahre war der Baumeister Max Mai, dessen Baugeschäft sich auf der Gartenstraße befand. Jedoch verunglückte Ernst Friedrich Mai hier auf der Baustelle tödlich.
Nach der Fertigstellung betrieb Emil Gustav Säurig eine Kolonialwarenhandlung. Außerdem war er von 1900 bis mindestens 1922 Ortsrichter. Nach dem Tode Emil Gustav Säurig war ab 1927 Ehefrau Anna Säurig Hausbesitzerin. Ende der 30er Jahre übernahm laut Ortsliste Elisabeth Günzel das Anwesen und betrieb nun ein Lebensmittelgeschäft. Ebenfalls eröffnete sie Anfang der 30er Jahre eine öffentliche Wäschemangel im Schuppen rechts vom Gebäude, welche bis Anfang der 90er Jahre genutzt wurde.
Tochter Loni Helbig, geb. Günzel übernahm nach dem Tode ihrer Mutter, Anfang der 70er Jahre, das Anwesen und verpachtete den Laden bis ca. 1980 an die Konsumgesellschaft. Danach zog der Konsum in das Gebäude auf dem Seitenweg 2 und seitdem stand der Ladenraum leer.
Seit 2009 ist Christina Boehme Hausbesitzerin.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

weitere Materialen zur Kolonialwarenhandlung:

Nachtrag zur Tafel: Nach neuen Erkenntnissen (Stand 4/2022) betrieb Elisabeth Günzel von 1942 bis 1964 das Lebensmittelgeschäft weiter. Von 1965 bis 1978 verpachtete Loni Helbig, geb. Günzel den Laden an den Konsum (Obst, Gemüse, Fisch). Die Fa. Semmler aus Grünhainichen fertigte von 1980 bis 1986 Täschnerwaren im ehemaligen Konsumladengeschäft.

 

Artikel vom Brand des Pötzschmann`schen Wohnhauses 1897

Das neuerrichtete Wohnhaus nach dem Brand. Im Vordergrund die Gaststätte “Fleescherkarl“

Postkarte von ca. 1932

Auch hier im Laden gab es eine der 10 Fischverkaufsstellen Borstendorfs, wie ein Schreiben des Borstendorfer Bürgermeisters von 1933 an die Cuxhavener Fischvertriebs-Companie Schmidt & Co. zeigt.

Das Wohnhaus mit Grünwaren-Konsum zum Heimatfest.

Loni Helbig links beim Gespräch mit einer Kundin vor dem Schuppen der Waschemangel rechts vom Gebäude

Kundin beim Bedienen der Wäschemangel

Die erste urkundliche Erwähnung war 1855 im Brandversicherungskataster. Darin wird der Hausbesitzer und Holzarbeiter Traugott Friedrich Pötzschmann als Besitzer des Wohngebäudes mit unterbautem Keller und Vergrößerung erwähnt. Das Grundstück hier am Platz, dem sogenannten „Dampel“, gehörte ursprünglich mit zum Anwesen von Familie Ernst Auerbach, dem Besitzer der Gaststätte „Zum Fleescherkarl“. Laut Grundbuch erwarb 1891 Christiane Wilhelmine Kluge, geb. Fröhlich das Gebäude. Am 14.08.1897 brannte das „Pötzschmann Wohnhaus“ nieder.
Emil Gustav Säurig kaufte laut Grundbuch am 4. November desselben Jahres das Anwesen und lies nun ein 3-stöckiges Gebäude errichten. Der Zimmermann Ernst Friedrich Mai bekam den Auftrag. Er wohnte auf der August- Bebel-Straße 51 und sein Nachfahre war der Baumeister Max Mai, dessen Baugeschäft sich auf der Gartenstraße befand. Jedoch verunglückte Ernst Friedrich Mai hier auf der Baustelle tödlich.
Nach der Fertigstellung betrieb Emil Gustav Säurig eine Kolonialwarenhandlung. Außerdem war er von 1900 bis mindestens 1922 Ortsrichter. Nach dem Tode Emil Gustav Säurig war ab 1927 Ehefrau Anna Säurig Hausbesitzerin. Ende der 30er Jahre übernahm laut Ortsliste Elisabeth Günzel das Anwesen und betrieb nun ein Lebensmittelgeschäft. Ebenfalls eröffnete sie Anfang der 30er Jahre eine öffentliche Wäschemangel im Schuppen rechts vom Gebäude, welche bis Anfang der 90er Jahre genutzt wurde.
Tochter Loni Helbig, geb. Günzel übernahm nach dem Tode ihrer Mutter, Anfang der 70er Jahre, das Anwesen und verpachtete den Laden bis ca. 1980 an die Konsumgesellschaft. Danach zog der Konsum in das Gebäude auf dem Seitenweg 2 und seitdem stand der Ladenraum leer.
Seit 2009 ist Christina Boehme Hausbesitzerin.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

weitere Materialen zur Kolonialwarenhandlung:

Nachtrag zur Tafel: Nach neuen Erkenntnissen (Stand 4/2022) betrieb Elisabeth Günzel von 1942 bis 1964 das Lebensmittelgeschäft weiter. Von 1965 bis 1978 verpachtete Loni Helbig, geb. Günzel den Laden an den Konsum (Obst, Gemüse, Fisch). Die Fa. Semmler aus Grünhainichen fertigte von 1980 bis 1986 Täschnerwaren im ehemaligen Konsumladengeschäft.

 

Artikel vom Brand des Pötzschmann`schen Wohnhauses 1897

Das neuerrichtete Wohnhaus nach dem Brand. Im Vordergrund die Gaststätte “Fleescherkarl“

Postkarte von ca. 1932

Auch hier im Laden gab es eine der 10 Fischverkaufsstellen Borstendorfs, wie ein Schreiben des Borstendorfer Bürgermeisters von 1933 an die Cuxhavener Fischvertriebs-Companie Schmidt & Co. zeigt.

Das Wohnhaus mit Grünwaren-Konsum zum Heimatfest.

Loni Helbig links beim Gespräch mit einer Kundin vor dem Schuppen der Waschemangel rechts vom Gebäude

Kundin beim Bedienen der Wäschemangel

Grünhainichener Heimatverein e.V., Textarchiv Bernd Köhler ✝, Bildarchiv: Dietmar Ender