Kistenfabrikant Louis Ernst Göthel

Alte Hausnummer: 82C
T-Nr.: B92

Kistenfabrikant Louis Ernst Göthel

Alte Hausnummer: 82C
T-Nr.: B92

In der Ortsliste von 1884 wird der Besitzer Louis Ernst Göthel genannt. Das genaue Erbauungsjahr ist nicht nachweisbar. Louis Ernst Göthel betrieb eine Holzwarenproduktion als Kistenfabrikant. Im Erdgeschoss und im Anbau linksseitig des Hauses wurden Versandkisten in unterschiedlichen Größen und Wandregale aus Holz mit kleinen schönen Schubfächern sowie Vertikos hergestellt. Unterhalb des Anbaus verläuft der Bach. Das Wohnhaus ist teilunterkellert und gegenüber dem Seitenweg liegt ein Gartengrundstück von 240 m2. Ebenfalls 1884 werden in der Ortsliste 3 Bewohner erwähnt, welche u.a. mit ihren Familien in diesem Haus wohnten. Die Witwe Lina Göthel wird 1922 als Besitzerin genannt. 1928 erwarb laut Grundbuch Gotwein Eppendorfer das Haus. 1928 übernahmen Curt Eppendorfer und seine Ehefrau Ella Elisabeth Eppendorfer, geb. Göthel das Anwesen. Bis Ende der 20er Jahre wurden ebenfalls Versandkisten und Wandregale hergestellt. Vermutlich wurde die Produktion, wie bei vielen anderen kleinen Fabriken in Borstendorf, aufgrund der Weltwirtschaftskrise eingestellt. 1939 starb Curt Eppendorfer und hinterließ seine Frau mit 5 Kindern. Die Witwe wurde 1940 im Grundbuch eingetragen. Nach ihrem Ableben 1946 wurde es in Erbengemeinschaft von zwei ihrer fünf Kinder bewohnt. 1967 erwarb es Tochter Margot Gocht, geb. Eppendorfer zusammen mit ihrem aus Ruppersdorf (Oberlausitz) stammenden Mann, Heinz Gocht. Er war Hauptbuchhalter bei der Fa. Muth und Roller Oehme. Außerdem w ar er BSG-Leiter von 1954 bis 1955 und Sektionsleiter Fußball von 1972 bis 1977. Im Jahr 1969 wurde der Anbau als Vorhaus massiv ausgebaut und weitere Aus- und Umbauten vorgenommen. Seit 1995 ist das Anwesen im Besitz von Tochter Gudrun Berthold geb. Gocht, welche von 1981 bis 1991 als Küchenleiterin im „Kulturhaus Neues Leben“ tätig war.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

weitere Materialien zum Kistenfabrikant Louis Ernst Göthel


Zahlkarte aus den 20er Jahren

(Stand Januar 2025) :
Der Holzwarenfabrikant Gotwin Curt Eppendorfer
kaufte am 29.Dezember 1928 das Anwesen
sowie das Gebäude mit der Ortslistennummer 83B 
und stellte hauptsächlich dort Versandkisten 
und Wandregale her. 
Der Standort hier diente als Wohnhaus 
und ggf fand im Anbau links die 
erweiterte Produktion oder die Verpackung 
der Waren statt.


Die Lohntüte der Fabrik

Curt Eppendorfer wurde 1929 die Genehmigung erteilt, den Besitz eines Munitionslager (2000 Patronen) für den Kleinkaliber - Schützenverein unter Vorbehalt zu führen

Schreiben an die Verwaltungsstelle "Erzgebirge" für die Fachgruppe "Spielwarenindustrie" Nürnberg, mit örtlichem Sitz in Olbernhau über die Anzahl der beschäftigten Arbeiter.

Verzeichnis von 1936 der in Borstendorf stillgelegten Betriebe - hier findet sich auch diese Fabrik.


Ella Eppendorfer


Truhe gefertigt von Louis Ernst Göthel - in ihr verschloss Ella Eppendorfer zu Kriegszeiten die Lebensmittel


Bauzeichnung für den Umbau von 1969

untere Reihe 4.v.l. Heinz Gocht -Foto der Borstendorfer Fußballer um


Heinz Gocht ganz rechts


Heinz Gocht als Sektionsleiter Fußball von 1972 bis 1977



Der Labrador Ceno von Gudrun Berthold lebte 5 Jahre mit im Haus


Margot Gocht (rechts) vor ihrem Haus mit ihrer Kollegin Margot Werner - beide waren Postzustellerinnen

In der Ortsliste von 1884 wird der Besitzer Louis Ernst Göthel genannt. Das genaue Erbauungsjahr ist nicht nachweisbar. Louis Ernst Göthel betrieb eine Holzwarenproduktion als Kistenfabrikant. Im Erdgeschoss und im Anbau linksseitig des Hauses wurden Versandkisten in unterschiedlichen Größen und Wandregale aus Holz mit kleinen schönen Schubfächern sowie Vertikos hergestellt. Unterhalb des Anbaus verläuft der Bach. Das Wohnhaus ist teilunterkellert und gegenüber dem Seitenweg liegt ein Gartengrundstück von 240 m2. Ebenfalls 1884 werden in der Ortsliste 3 Bewohner erwähnt, welche u.a. mit ihren Familien in diesem Haus wohnten. Die Witwe Lina Göthel wird 1922 als Besitzerin genannt. 1928 erwarb laut Grundbuch Gotwein Eppendorfer das Haus. 1928 übernahmen Curt Eppendorfer und seine Ehefrau Ella Elisabeth Eppendorfer, geb. Göthel das Anwesen. Bis Ende der 20er Jahre wurden ebenfalls Versandkisten und Wandregale hergestellt. Vermutlich wurde die Produktion, wie bei vielen anderen kleinen Fabriken in Borstendorf, aufgrund der Weltwirtschaftskrise eingestellt. 1939 starb Curt Eppendorfer und hinterließ seine Frau mit 5 Kindern. Die Witwe wurde 1940 im Grundbuch eingetragen. Nach ihrem Ableben 1946 wurde es in Erbengemeinschaft von zwei ihrer fünf Kinder bewohnt. 1967 erwarb es Tochter Margot Gocht, geb. Eppendorfer zusammen mit ihrem aus Ruppersdorf (Oberlausitz) stammenden Mann, Heinz Gocht. Er war Hauptbuchhalter bei der Fa. Muth und Roller Oehme. Außerdem w ar er BSG-Leiter von 1954 bis 1955 und Sektionsleiter Fußball von 1972 bis 1977. Im Jahr 1969 wurde der Anbau als Vorhaus massiv ausgebaut und weitere Aus- und Umbauten vorgenommen. Seit 1995 ist das Anwesen im Besitz von Tochter Gudrun Berthold geb. Gocht, welche von 1981 bis 1991 als Küchenleiterin im „Kulturhaus Neues Leben“ tätig war.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

weitere Materialien zum Kistenfabrikant Louis Ernst Göthel


Zahlkarte aus den 20er Jahren

(Stand Januar 2025) :
Der Holzwarenfabrikant Gotwin Curt Eppendorfer
kaufte am 29.Dezember 1928 das Anwesen
sowie das Gebäude mit der Ortslistennummer 83B 
und stellte hauptsächlich dort Versandkisten 
und Wandregale her. 
Der Standort hier diente als Wohnhaus 
und ggf fand im Anbau links die 
erweiterte Produktion oder die Verpackung 
der Waren statt.


Die Lohntüte der Fabrik

Curt Eppendorfer wurde 1929 die Genehmigung erteilt, den Besitz eines Munitionslager (2000 Patronen) für den Kleinkaliber - Schützenverein unter Vorbehalt zu führen

Schreiben an die Verwaltungsstelle "Erzgebirge" für die Fachgruppe "Spielwarenindustrie" Nürnberg, mit örtlichem Sitz in Olbernhau über die Anzahl der beschäftigten Arbeiter.

Verzeichnis von 1936 der in Borstendorf stillgelegten Betriebe - hier findet sich auch diese Fabrik.


Ella Eppendorfer


Truhe gefertigt von Louis Ernst Göthel - in ihr verschloss Ella Eppendorfer zu Kriegszeiten die Lebensmittel


Bauzeichnung für den Umbau von 1969

untere Reihe 4.v.l. Heinz Gocht -Foto der Borstendorfer Fußballer um


Heinz Gocht ganz rechts


Heinz Gocht als Sektionsleiter Fußball von 1972 bis 1977



Der Labrador Ceno von Gudrun Berthold lebte 5 Jahre mit im Haus


Margot Gocht (rechts) vor ihrem Haus mit ihrer Kollegin Margot Werner - beide waren Postzustellerinnen

September 2022, Grünhainichener Heimatverein e.V., Textarchiv: Bernd Köhler ✝, Bildbearbeitung: Dietmar Ender