Freibad

Alte Hausnummer:
T-Nr.: B5

Freibad

Alte Hausnummer:
T-Nr.: B5

Es war der Turnverein DT Borstendorf mit seinem 1. Vorsitzenden Willi Otto, der im Jahre 1926 ein Schreiben an die Gemeinde schickte. Sein Verein wollte einen Schwimmteich errichten. Die Wiese mit Teich war Gemeindebesitz. Als Gegenleistung bietet der Verein die kostenlose Nutzung des Bades für den Schwimmunterricht. Die Grundstücksüberlassung erfolgte auf Basis des Erbbaurechts mit folgenden Bedingungen:

  • das Bad soll der Allgemeinheit zur Verfügung stehen
  • der Turnverein DT übernimmt die volle Verantwortung für den Badbau
  • die Gemeinde kann keine Mittel zur Verfügung stellen

Arbeitslose gab es viele und wenn der Verein auch niemanden bezahlen konnte, kamen doch viele zum Helfen. Doch ohne Kredit ging nichts. Der Großteil der Turner verfügte aber über kein Vermögen. Einige bürgten mit ihrem Besitz und setzten damit ihre Existenz und das ihrer Familien aufs Spiel z. Bsp. Willi Otto und Max Schreiter. Vom 11. Juni 1927 – 7. Juli 1928 wurden 16.850 Arbeitsstunden geleistet. Mit Schaufel, Hacke und Spaten wurden die Erdmassen bewältigt. Die Bauern leisteten bei Bedarf Gespanndienste. Für die Verpflegung wurde ab und zu eine Suppe spendiert. Der Festakt am 7. Juli fand in Buschbecks Gasthof statt. Am 8. Juli 1928 wurden Schwimmwettkämpfe und die offizielle Weihe durchgeführt. Alle paar Jahre fanden Badfeste u.a. mit allerhand kuriosen Sprüngen vom Sprungturm statt. Der 2019 gegründete Badförderverein kümmert sich in Zusammenarbeit der Gemeinde Grünhainichen um die Erhaltung und Verschönerung des Freibades.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

Weitere Materialien zum Freibad:

Die Gründungsväter des Freibades: Bäckermeister-Max Schreiter, der sogenannte "Schreiter-Bäck'n Max"-Foto 1938.....

... und Leiter des Turnvereins Willy Otto. Beide nahmen Kredit auf und bürgten mit ihrem privatem Hab und Gut. Sehr zum Ärgernis der Ehefrau von Max Schreiter, welche erst hinterher davon erfuhr und es ein riesiges Donnerwetter gab - Foto 1938.jpg

Schreiben an die Gemeinde zur Überlassung des Grundstücks

Jedes Vereinsmitgliedes des Turnvereins Borstendorf musste einen Anteilsschein über mindestens 10 Reichsmark übernehmen.

Badbau 1927: Mit Hacke, Schaufel, Handramme, Schubkarre und unzähligen Arbeitsstunden haben sich viele Borstendorfer beteiligt.

vor der Einweihung

Einladung zur Badeinweihung


Aufnahme mit Holzsichtschutzwand in den 30er Jahren

Freibad mit 5m Holzsprungturm

Eine Freude für die vielen Besucher.

Ankündigung zum "Großen bunten Abend" am 18. Juli 1931

Mit dem Feuerrad vom 5 Meter Turm- "Großer bunter Abend" 18.Juli 1931

Der hölzerne Sprungturm mit Saldo von Karl Uhlig jun. (Pfarrweg 4)
v. l. n. r. Gasthofbesitzer Karl Wagner (Rathausweg 7), Karl Uhlig (Horndreher Karl jun.-Pfarrweg 4), Rudi Beyer, Karl Hübler ( Eppendorfer Straße 1), Georg Bieber (Dorfbachweg 2) im Freibad Borstendorf 1938

Alfred Uhlig (Bruder von Horndreher Karl jun.) mit Familie und Bekannten im Bad 1938

Das Bad hatte noch keine Liegewiese Richtung Oberdorf. Der Feuerwehrschlauchturm schaut hinter den Umkleidekabinen raus
Postkarte eines Kindes, welches hier im Gasthof im Kinderferienlager war- abgestempelt am 7.8.1956
Vorderseite der Postkarte
Jubiläumsteller 40 Jahre Schwimmbad Borstendorf

Feuerdrache vom Sprungturm: "Bunter Abend" 1968 Bernd Freyer

"Fahrrad auf Drahtseil": 1968 Max Pfefferkorn als Radfahrer und Siegfried Sachße mit Stefan Kaden im Wechsel als Akrobaten.

Frühschoppen 1988 anlässlich 60 Jahre Freibad mit dem Blasorchester der Schuhfabrik Eppendorf

Es war der Turnverein DT Borstendorf mit seinem 1. Vorsitzenden Willi Otto, der im Jahre 1926 ein Schreiben an die Gemeinde schickte. Sein Verein wollte einen Schwimmteich errichten. Die Wiese mit Teich war Gemeindebesitz. Als Gegenleistung bietet der Verein die kostenlose Nutzung des Bades für den Schwimmunterricht. Die Grundstücksüberlassung erfolgte auf Basis des Erbbaurechts mit folgenden Bedingungen:

  • das Bad soll der Allgemeinheit zur Verfügung stehen
  • der Turnverein DT übernimmt die volle Verantwortung für den Badbau
  • die Gemeinde kann keine Mittel zur Verfügung stellen

Arbeitslose gab es viele und wenn der Verein auch niemanden bezahlen konnte, kamen doch viele zum Helfen. Doch ohne Kredit ging nichts. Der Großteil der Turner verfügte aber über kein Vermögen. Einige bürgten mit ihrem Besitz und setzten damit ihre Existenz und das ihrer Familien aufs Spiel z. Bsp. Willi Otto und Max Schreiter. Vom 11. Juni 1927 – 7. Juli 1928 wurden 16.850 Arbeitsstunden geleistet. Mit Schaufel, Hacke und Spaten wurden die Erdmassen bewältigt. Die Bauern leisteten bei Bedarf Gespanndienste. Für die Verpflegung wurde ab und zu eine Suppe spendiert. Der Festakt am 7. Juli fand in Buschbecks Gasthof statt. Am 8. Juli 1928 wurden Schwimmwettkämpfe und die offizielle Weihe durchgeführt. Alle paar Jahre fanden Badfeste u.a. mit allerhand kuriosen Sprüngen vom Sprungturm statt. Der 2019 gegründete Badförderverein kümmert sich in Zusammenarbeit der Gemeinde Grünhainichen um die Erhaltung und Verschönerung des Freibades.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

Weitere Materialien zum Freibad:

Die Gründungsväter des Freibades: Bäckermeister-Max Schreiter, der sogenannte "Schreiter-Bäck'n Max"-Foto 1938.....

... und Leiter des Turnvereins Willy Otto. Beide nahmen Kredit auf und bürgten mit ihrem privatem Hab und Gut. Sehr zum Ärgernis der Ehefrau von Max Schreiter, welche erst hinterher davon erfuhr und es ein riesiges Donnerwetter gab - Foto 1938.jpg

Schreiben an die Gemeinde zur Überlassung des Grundstücks

Jedes Vereinsmitgliedes des Turnvereins Borstendorf musste einen Anteilsschein über mindestens 10 Reichsmark übernehmen.

Badbau 1927: Mit Hacke, Schaufel, Handramme, Schubkarre und unzähligen Arbeitsstunden haben sich viele Borstendorfer beteiligt.

vor der Einweihung

Einladung zur Badeinweihung


Aufnahme mit Holzsichtschutzwand in den 30er Jahren

Freibad mit 5m Holzsprungturm

Eine Freude für die vielen Besucher.

Ankündigung zum "Großen bunten Abend" am 18. Juli 1931

Mit dem Feuerrad vom 5 Meter Turm- "Großer bunter Abend" 18.Juli 1931

Der hölzerne Sprungturm mit Saldo von Karl Uhlig jun. (Pfarrweg 4)
v. l. n. r. Gasthofbesitzer Karl Wagner (Rathausweg 7), Karl Uhlig (Horndreher Karl jun.-Pfarrweg 4), Rudi Beyer, Karl Hübler ( Eppendorfer Straße 1), Georg Bieber (Dorfbachweg 2) im Freibad Borstendorf 1938

Alfred Uhlig (Bruder von Horndreher Karl jun.) mit Familie und Bekannten im Bad 1938

Das Bad hatte noch keine Liegewiese Richtung Oberdorf. Der Feuerwehrschlauchturm schaut hinter den Umkleidekabinen raus
Postkarte eines Kindes, welches hier im Gasthof im Kinderferienlager war- abgestempelt am 7.8.1956
Vorderseite der Postkarte
Jubiläumsteller 40 Jahre Schwimmbad Borstendorf

Feuerdrache vom Sprungturm: "Bunter Abend" 1968 Bernd Freyer

"Fahrrad auf Drahtseil": 1968 Max Pfefferkorn als Radfahrer und Siegfried Sachße mit Stefan Kaden im Wechsel als Akrobaten.

Frühschoppen 1988 anlässlich 60 Jahre Freibad mit dem Blasorchester der Schuhfabrik Eppendorf

Grünhainichener Heimatverein e.V., Textarchiv: Bernd Köhler ✝, Bildbearbeitung: Dietmar Ender