Beim Hunger Schuster

Alte Hausnummer: 92B
T-Nr.: B16

Beim Hunger Schuster

Alte Hausnummer: 92B
T-Nr.: B16

Die Familie Hunger betrieb über viele Generationen das Schuhmacherhandwerk in Borstendorf.
Die Anfertigung von neuen Schuhen war damals zeitaufwendig, da fast jeder Arbeitsschritt noch Handarbeit war, Reparaturen waren die preisgünstigere Alternative. Christoph Salomon Hunger gründete am 6. Mai 1840 das erste Geschäft. Wo genau ist nicht bekannt. Sein Sohn Heinrich Louis übernahm am 6. Mai 1873 die Werkstatt. Er baute von 1898 bis 1901 aufgrund Platzmangels dieses Haus und arbeitete hier weiter. Der langjährige Inhaber blieb seinem Handwerk bis in die letzten Tage seines Lebens treu, als 85-Jähriger fertigte er kurz vor seinem Tod im Jahr 1938 noch einmal 1 Paar neue Schuhe an. Dessen Sohn Hugo Franz Hunger schuf sich im Niederdorf 1905 in der August-Bebel-Straße 13 eine eigene Werkstatt. Der Urenkel des Gründers, Willi Hunger, übernahm nach seiner Lehre bei seinem Großvater am 6. Mai 1932 das Stammgeschäft hier im Haus. Seine Frau Dora führte den dazugehörigen Schuhladen bis etwa 1967. Die Räumlichkeiten wurden später zu Wohnraum umgebaut. Im Jahr 1980 wurde das Schuhmacherhandwerk aus Altersgründen aufgegeben, zudem gab es keine Nachfolger für diesen Beruf. Von 1981 bis 1995 übernahm Wolfgang Hunger, der Sohn von Willy Hunger, das Anwesen. Heute ist das Haus im Besitz der Familie Bernd Hunger, einer weiteren Generation. Seit 2013 befindet sich hier die Pilzberatungsstelle von Jörg Hunger, eines Urururenkels des Hauserbauers.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

Weitere Materialien zum Hunger Schuster:

v.l.n.r Erbauer des Hauses Louis Hunger, Sohn Hugo - Franz Hunger, Enkel Willy Hunger, Urenkel Wolfgang Hunger im Jahr 1934

2.Reihe v.unten 1.v.links: die Ehefrau des Hunger Schusters mit den Turnerfrauen im Freibad-vermutlich Anfang der 30er Jahre

Heimatfest 1937

Willy und Dora Hunger vor ihrem Haus im Jahr 1940

Willi und Dora Hunger mit ihren Enkeln Bernd (hinten), Veronika und Frank im Jahr 1971

Hausansicht aus dem Jahr 2008

Familie Hunger - Die junge Generation - v.l.n.r. Wolfgang Hunger, Sohn Bernd und dessen Söhne Falk mit Oskar und Jörg im Jahr 2009

Meisterbrief Willi Hungers 1938

Die Familie Hunger betrieb über viele Generationen das Schuhmacherhandwerk in Borstendorf.
Die Anfertigung von neuen Schuhen war damals zeitaufwendig, da fast jeder Arbeitsschritt noch Handarbeit war, Reparaturen waren die preisgünstigere Alternative. Christoph Salomon Hunger gründete am 6. Mai 1840 das erste Geschäft. Wo genau ist nicht bekannt. Sein Sohn Heinrich Louis übernahm am 6. Mai 1873 die Werkstatt. Er baute von 1898 bis 1901 aufgrund Platzmangels dieses Haus und arbeitete hier weiter. Der langjährige Inhaber blieb seinem Handwerk bis in die letzten Tage seines Lebens treu, als 85-Jähriger fertigte er kurz vor seinem Tod im Jahr 1938 noch einmal 1 Paar neue Schuhe an. Dessen Sohn Hugo Franz Hunger schuf sich im Niederdorf 1905 in der August-Bebel-Straße 13 eine eigene Werkstatt. Der Urenkel des Gründers, Willi Hunger, übernahm nach seiner Lehre bei seinem Großvater am 6. Mai 1932 das Stammgeschäft hier im Haus. Seine Frau Dora führte den dazugehörigen Schuhladen bis etwa 1967. Die Räumlichkeiten wurden später zu Wohnraum umgebaut. Im Jahr 1980 wurde das Schuhmacherhandwerk aus Altersgründen aufgegeben, zudem gab es keine Nachfolger für diesen Beruf. Von 1981 bis 1995 übernahm Wolfgang Hunger, der Sohn von Willy Hunger, das Anwesen. Heute ist das Haus im Besitz der Familie Bernd Hunger, einer weiteren Generation. Seit 2013 befindet sich hier die Pilzberatungsstelle von Jörg Hunger, eines Urururenkels des Hauserbauers.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

Weitere Materialien zum Hunger Schuster:

v.l.n.r Erbauer des Hauses Louis Hunger, Sohn Hugo - Franz Hunger, Enkel Willy Hunger, Urenkel Wolfgang Hunger im Jahr 1934

2.Reihe v.unten 1.v.links: die Ehefrau des Hunger Schusters mit den Turnerfrauen im Freibad-vermutlich Anfang der 30er Jahre

Heimatfest 1937

Willy und Dora Hunger vor ihrem Haus im Jahr 1940

Willi und Dora Hunger mit ihren Enkeln Bernd (hinten), Veronika und Frank im Jahr 1971

Hausansicht aus dem Jahr 2008

Familie Hunger - Die junge Generation - v.l.n.r. Wolfgang Hunger, Sohn Bernd und dessen Söhne Falk mit Oskar und Jörg im Jahr 2009

Meisterbrief Willi Hungers 1938

Grünhainichener Heimatverein e.V., Text- und Bildarchiv: Fam. Hunger, Bilddatei: Dietmar Ender