Bei der Augusten-Emilie

Alte Hausnummer: 79B
T-Nr.: B31

Bei der Augusten-Emilie

Alte Hausnummer: 79B
T-Nr.: B31

Das Haus wurde erstmals 1688 erwähnt, wahrscheinlich als Scheune oder ähnliches. Viele werden sich fragen, was es mit dem vorstehenden Dach auf sich hat. Es wird als Unterstand für die Fuhrwerke gedacht gewesen sein. 100%ig wissen wir es nicht! Die erste Aufzeichnung geht in das Jahr 1750 zurück. Da ist es Hans Christoph Bayer, der als Kästelmacher sowie Fisch- und Ölhändler genannt wird.
1839 wurde das Gebäude in ein Wohnhaus umgewandelt.
1846 wurde das Haus vom damaligen Eigentümer, dem Häusler und Krämer Johann Wilhelm Oehme an den Krämer, Schwarzbäcker und Viertelhüfner Carl Julius Martin für 1.700,- Taler verkauft. 1853 erwarb der Landarbeiter Carl Gottlieb Ullmann das Gebäude für 490,- Taler von Carl Julius Martin und verkaufte es bereits 1857 an den Handelsmann JohannAugust Uhlig für 600,- Taler. An diesen erteilte die Königliche Kreisdirektion Zwickau schon am 30.09.1853 die Handelskonzession. 1881 erhielt das Grundstück Johanne Christiane Uhlig geb. Mosch aus dem Nachlass ihres Ehemannes Johann August Uhlig zur ermittelten Taxe von 2.900,- Mark. 1892 verkaufte sie das Grundstück an ihren Sohn, den Holzarbeiter Ernst Louis Uhlig, zu 4.500,- Mark. Im Haus befand sich ein Laden, dieser war seit 1893 im Besitz von Ernst Louis Uhlig, wurde dann von seiner Frau Emilie Uhlig bis 1946 und von da ab von Elise und Paul Stülpner, den Großeltern des jetzigen Eigentümers, bis ca. 1958 weitergeführt. Der jetzige Eigentümer, Dieter Kern, zog 1960 als 10jähriges Kind mit seiner Familie in das Elternhaus seiner Mutter. Die Großeltern lebten noch mit im Haus. 1995 übernahm er das Haus von seinen Eltern und versetzte es zum größten Teil in Eigenleistung in seinen jetzigen Zustand.

Diese Materialien sind nur hier digital verfuegbar – auf der Tafel selbst ist dafuer kein Platz.

weitere Materialien zur Augusten-Emilie:

Eine Aufrechnung für das Abputzen des Hauses vom 17. September 1894

Häuser Schaarschmidt, Stülpner, Schröter ca.1920

Bei Wind und Wetter mussten die Leute ihre Geschäfte in den einfachen "Scheißhäusln" erledigen - Foto aus den 20er Jahren

Artikel über den Einbruch 1932

Das Haus 1943 von Südosten, hier wurde 1978 der Anbau errichtet

Der jetzige Eigentümer mit einer Nachbarin als Kindermädchen. Im Hintergrund das alte "Scheißhäusl", welches noch in Gebrauch war. Foto ca. 1951

1988 wurde das Dach neu gedeckt. Man beachte das Holzgerüst.

Dacheindeckung 1988. Im Bereich des Sandhaufens war früher die Milchbank. Das Fachwerk im Originalzustand.

Das Haus vor der Sanierung ca.1998 - das Fachwerk ist noch verputzt

Vor der Fachwerksanierung erfolgte 2004 der Abriss der Anbau-Esse

Abriss der alten Sauerkrautplatten 2004

Sanierung des Fachwerkes an der Südseite 2004

Das Haus im August 2012

Im Januar 2017

Haus mit Anbau Juni 2021

Häuser Schaarschmidt, Kern (Stülpner) und Schröter 2021

                Heimatfest 2024

Das Haus wurde erstmals 1688 erwähnt, wahrscheinlich als Scheune oder ähnliches. Viele werden sich fragen, was es mit dem vorstehenden Dach auf sich hat. Es wird als Unterstand für die Fuhrwerke gedacht gewesen sein. 100%ig wissen wir es nicht! Die erste Aufzeichnung geht in das Jahr 1750 zurück. Da ist es Hans Christoph Bayer, der als Kästelmacher sowie Fisch- und Ölhändler genannt wird.
1839 wurde das Gebäude in ein Wohnhaus umgewandelt.
1846 wurde das Haus vom damaligen Eigentümer, dem Häusler und Krämer Johann Wilhelm Oehme an den Krämer, Schwarzbäcker und Viertelhüfner Carl Julius Martin für 1.700,- Taler verkauft. 1853 erwarb der Landarbeiter Carl Gottlieb Ullmann das Gebäude für 490,- Taler von Carl Julius Martin und verkaufte es bereits 1857 an den Handelsmann JohannAugust Uhlig für 600,- Taler. An diesen erteilte die Königliche Kreisdirektion Zwickau schon am 30.09.1853 die Handelskonzession. 1881 erhielt das Grundstück Johanne Christiane Uhlig geb. Mosch aus dem Nachlass ihres Ehemannes Johann August Uhlig zur ermittelten Taxe von 2.900,- Mark. 1892 verkaufte sie das Grundstück an ihren Sohn, den Holzarbeiter Ernst Louis Uhlig, zu 4.500,- Mark. Im Haus befand sich ein Laden, dieser war seit 1893 im Besitz von Ernst Louis Uhlig, wurde dann von seiner Frau Emilie Uhlig bis 1946 und von da ab von Elise und Paul Stülpner, den Großeltern des jetzigen Eigentümers, bis ca. 1958 weitergeführt. Der jetzige Eigentümer, Dieter Kern, zog 1960 als 10jähriges Kind mit seiner Familie in das Elternhaus seiner Mutter. Die Großeltern lebten noch mit im Haus. 1995 übernahm er das Haus von seinen Eltern und versetzte es zum größten Teil in Eigenleistung in seinen jetzigen Zustand.

Grünhainichener Heimatverein e.V., Textarchiv: Dieter Kern, Bildbearbeitung: Dieter Kern