Auszugshaus des größten Gutes Borstendorfs

Alte Hausnummer: 71B
T-Nr.: B172

Auszugshaus des größten Gutes Borstendorfs

Alte Hausnummer: 71B
T-Nr.: B172

Dieses einstige Fachwerkgebäude (Ortslistennummer 71B) mit der Haustür auf der Straßenseite gehörte höchstwahrscheinlich als Auszugshaus zum Gut mit der Ortslistennummer 71 (heute Eppendorfer Straße 36), denn unter dieser Nummer findet sich im Brandversicherungskataster auch der Eintrag eines Privatgebäudes. Mit einem Auszugshaus, oder Ausziehhaus wird ein auf einer Hofstätte errichtetes kleines Gebäude bezeichnet, welches für die Altbauern errichtet wurde und nach der Übergabe des Hofes an die Erben als Alterswohnsitz diente.

Der erste nachweisbare Besitzer war Johann Gottfried Otto. 1823 machte er seinen Militärdienst bei der 9. Kompanie des Garde-Reiter-Regiments in Radeburg. Im Anschluss lernte er Zimmermann in Waldkirchen und wurde 1860 im Grundbuch eingetragen. Bereits 1867 wurde der Revierförster Johann Friedrich Zenker Eigentümer.

Seit 1870 ist das Gebäude im Besitz der Familie Göthel in mehreren Generationen. 1898 wird in einem Schreiben der Kistenverfertiger Johann Heinrich Göthel erwähnt, welcher hier im Haus mit einem Petroleummotor über Transmission Maschinen antrieb, die zur Herstellung der Versandkästen dienten. Diese wurden für die Produkte der Spiel- und Holzwarenhersteller Borstendorfs benötigt.

Sohn Karl Friedrich Göthel ließ 1928 das Fachwerk im oberen Bereich verblenden. Dessen Sohn Alfred Göthel kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft zurück und gründete 1947 die Tischlerei Göthel. Er zog ab ca. 1960 mit Ehefrau Herta Göthel, geb. Uhlig, von dem Elternhaus hier in das Gebäude der Tischlerei (jetzt Eppendorfer Straße 22).

Mitte der 70er Jahre wurde der Hauseingang nach hinten verlegt. Sohn und Tischlermeister Wolfgang Göthel erbte das Haus von seinem Großvater Karl Friedrich Göthel. 1990 übernahm Tischlermeister Andreas Göthel mit Ehefrau Kerstin Göthel, geb. Gillhoff, das Wohnhaus. Mitte der 90er Jahre wurde der Wintergarten rechtsseitig errichtet.

Dieses einstige Fachwerkgebäude (Ortslistennummer 71B) mit der Haustür auf der Straßenseite gehörte höchstwahrscheinlich als Auszugshaus zum Gut mit der Ortslistennummer 71 (heute Eppendorfer Straße 36), denn unter dieser Nummer findet sich im Brandversicherungskataster auch der Eintrag eines Privatgebäudes. Mit einem Auszugshaus, oder Ausziehhaus wird ein auf einer Hofstätte errichtetes kleines Gebäude bezeichnet, welches für die Altbauern errichtet wurde und nach der Übergabe des Hofes an die Erben als Alterswohnsitz diente.

Der erste nachweisbare Besitzer war Johann Gottfried Otto. 1823 machte er seinen Militärdienst bei der 9. Kompanie des Garde-Reiter-Regiments in Radeburg. Im Anschluss lernte er Zimmermann in Waldkirchen und wurde 1860 im Grundbuch eingetragen. Bereits 1867 wurde der Revierförster Johann Friedrich Zenker Eigentümer.

Seit 1870 ist das Gebäude im Besitz der Familie Göthel in mehreren Generationen. 1898 wird in einem Schreiben der Kistenverfertiger Johann Heinrich Göthel erwähnt, welcher hier im Haus mit einem Petroleummotor über Transmission Maschinen antrieb, die zur Herstellung der Versandkästen dienten. Diese wurden für die Produkte der Spiel- und Holzwarenhersteller Borstendorfs benötigt.

Sohn Karl Friedrich Göthel ließ 1928 das Fachwerk im oberen Bereich verblenden. Dessen Sohn Alfred Göthel kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft zurück und gründete 1947 die Tischlerei Göthel. Er zog ab ca. 1960 mit Ehefrau Herta Göthel, geb. Uhlig, von dem Elternhaus hier in das Gebäude der Tischlerei (jetzt Eppendorfer Straße 22).

Mitte der 70er Jahre wurde der Hauseingang nach hinten verlegt. Sohn und Tischlermeister Wolfgang Göthel erbte das Haus von seinem Großvater Karl Friedrich Göthel. 1990 übernahm Tischlermeister Andreas Göthel mit Ehefrau Kerstin Göthel, geb. Gillhoff, das Wohnhaus. Mitte der 90er Jahre wurde der Wintergarten rechtsseitig errichtet.

Grünhainichener Heimatverein e.V., Textarchiv Bernd Köhler ✝, Bildarchiv: Dietmar Ender